Die ewige Frage nach dem Erfolgsgeheimnis

Blogparade auf Projektmagazin.de

Das bekannte Fachportal für Projektmanagement rief zur Blogparade auf. Es geht u.a. um die Frage, ob ein guter Projektleiter mit jeder Methode erfolgreich ist oder nicht. Auf Twitter sind Beiträge und Diskussionen unter #MethodeEgal zu finden.

parade

Hinweis: Das Bild wurde zufällig ausgesucht.

Persönliche Abgrenzung

Da ich mich mehrheitlich mit Prozessen, Strukturen und Systemen beschäftige, bin ich nicht die ideale Person, um sinnvolle Rückschlüsse auf umfangreiche Projekte zu machen. Aufgrund meiner Tätigkeiten stehen mir jedoch die Vorteile und Nachteile von Methoden sehr nahe.

Agil vs. Klassisch

Der ständige Vergleich dieser beiden Welten ist meines Erachtens nicht sinnvoll. Die ständige Suche nach neuen Methoden und Ansätzen zeigt, dass oft zu wenig Wissen und Können im Zusammenhang mit der Basismaterie vorhanden sind. Eigentlich ist (fast) alles vorhanden.

Methodenkoffer

Ich kenne die Anwendung solcher Koffer bestens. Es hat zwei „Vorteile“.

1) Für jedes Problem gibt es eine Methode.
2) Versagt diese, ist die Methode schuld.

Nein, ich bin nicht der Meinung, dass mit einem gut gefüllten Werkzeugkoffer ein Projekt besser zu leiten ist. Das gilt für klassische wie agile Projekte. Je mehr Methoden und Werkzeuge vorhanden sind bzw. diese regelmässig ein Update benötigen, desto eher geht das Ganze in die Hose.

Methode oder Persönlichkeit

Diese Frage ist viel interessanter. In der Praxis habe ich Projektleiter erlebt, welche enorm gute Resultate erzielt haben. Fast ohne Fachwissen hinsichtlich der gebräuchlichen Methoden. Im Gegenzug dazu, dasselbe alleine durch das vorhandene Wissen über Methoden und Werkzeuge.

Was wird eher benötigt bzw. was funktioniert besser?

Dazu gibt es aus meiner Sicht keine generell gültige Antwort. Je nach Projekt sowie Wissen und Können des Projektleiters sowie dessen Teams – darf niemals vergessen werden – kann beides richtig oder falsch sein.

Idealer Projektleiter

Einst wurde mir beigebracht, dass der ideale Projektleiter ausschliesslich lenkt und Fragen stellt, um beispielsweise die Kordination im Projekt zu verbessern. Er fungiert als Schnittstellte zwischen Team und allen anderen Bereichen.

Ähnlich wie im Lean Management soll er, möglichst täglich, sein Team persönlich kontaktieren. Vor Ort oder telefonisch, nicht mittels E-Mail. Dabei hat er ein offenes Ort für Schwierigkeiten und Anliegen zu haben. Zumindest ein vernünftiges Mass an Empathie ist ebenfalls ein „Must“.

Weg zum Projekterfolg

Was ist bei erfolgreichen Projekten anders als bei denen, die scheitern?

Neuere Untersuchungen fördern Interessantes zu Tage. So zeigen sie, dass die Korrelation von Methodeneinsatz und Erfolg gering ist, während ein starker Zusammenhang zwischen Projektgrösse und Teamqualität besteht. Im Folgenden werden die vier Hauptfaktoren für einen erfolgreichen Projektabschluss aufgezeigt. Vor einiger Zeit habe ich dies bereits an anderer Stelle aufgegriffen und verweise deshalb direkt darauf.

Projektmanagement – vier Faktoren, die zum Erfolg führen

Fazit

Auch in Zukunft wird es erfolgreiche sowie nicht erfolgreiche Projekte geben. Unsere Aufgabe ist es, das Scheitern möglichst zu verhindern. Wie? – Egal!

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Autor: Frédéric Jordan

Organisations- und Managementberater mit Fokus Kaizen, Lean und Veränderung

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